Dienstag, 5. Juli 2011

SUMMER BLUES

Der Sommer ist da. Nach einer turbulenten ersten Jahreshälfte beginnen die Märkte sich zu konsolidieren. Am eindrucksvollsten zeigt sich dies beim Yen. Nach der Naturkatastrophe ein extremer Preisanstieg, danach die Gegenbewegung und nun pendelt sich der Preis wieder bei 80/81 ein, genau dem Preis, der der Ausgangspunkt der Ausschläge war. Gründe dafür sind vielfältig aber liegen in erster Linie darin, dass sich die gesamtökonomischen Situationen auf der Welt nicht wesentlich verändert haben.

Nach den Gerüchten, dass das gesamte Weltwirtschaftssystem in sich zusammenbrechen könnte, setzt langsam wieder Normalität ein. Das bedeutet auch, dass die Edelmetalle etwas von ihrem Glanz verlieren. Gerade Silber kratzt in den letzten Tagen wieder am Support in der Gegend von 32/33. Sollte diese Marke fallen, so ist mit einem Preisverfall auf 25 bis 27 Dollars zu rechnen. Auch Gold könnte unter 1460 den Druck nach unten zu spüren bekommen. Das wird jedoch stark vom Marktsentiment abhängen. Denn auch eine sommerliche horizontale Kondolidierung ist denkbar.

Der US Aktienmarkt hat nach der vorläufigen Griechenlandlösung mit einem Feuerwerk aufhorchen lassen. Die Rally der letzten Woche lässt jedenfalls Hoffnung aufkommen, dass die Investoren wieder positiver gestimmt sind. Wirtschaftszahlen, die im Plus angesiedelt sind, würden dieser Entwicklung sicherlich mehr Kraft geben. Die Non-Farmpayroll-Daten werden uns helfen, die Situation am Ende der Woche neu zu bewerten.

Der Euro befindet sich auf einem kritischen Preisniveau. Variante A wäre eine weitere Konsolidierung zwischen 1,42 und 1,46, aber auch ein Test des 1,50 Levels ist denkbar. Persönlich vertrete ich jedoch nach wie vor die Ansicht, sollte der US Kongress eine Einigung im Kampf um Defizitobergrenzen erzielen, dann hat der Dollar eine Chance, neue Stärke zu zeigen. In diesem Falle würde ein ultimativer Bruch unter 1,40 wieder im Raum stehen. Ein etwaiger QE3 Beschluss steht auch noch im Raum. Ein solcher würde aber eine eventuelle Dollarstärke hintanstellen.

Bedenkt man all diese Überlegungen, dann kann man eigentlich davon ausgehen, dass wir keine unmittelbaren Trendtrades zu erwarten haben. Range-Trading, beeinflusst von fundamentalen News, wird wohl am ehesten zu erwarten sein.

Ich wünsche allen Lesern eine erfolgreiche verkürzte Handelswoche!
Euer Gerhard

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