Eine entscheidende Handelswoche liegt hinter uns. Die vielen Fragen, die letzte Woche im Raum gestanden sind, wurden alle vom Markt beantwortet.
Die Schlüsselantwort lautet: Der Dollar bricht unter dem Druck schwieriger Wirtschaftsdaten zusammen. Schwierig ist nicht durchwegs schlecht. Ganz im Gegenteil - wir sehen immer wieder bessere Daten als vorhergesehen; jedoch, die absoluten Daten sind einfach nicht gut genug, um den Konsummotor anzuwerfen, um die Arbeitslosenzahlen nachhaltig zu verbessern.
Natürlich wird der Dollar nicht geradlinig kollapieren. Immer wieder gibt es schockierende Nachrichten aus der Eurozone, die eine Korrektur kurzfristig einleiten, aber jede Korrektur wird sofort wieder als Dollarverkaufschance gewertet. Selbst der von einer massiven Intervention der BOJ eingeschüchterte Yen hat eine 2. Runde der Intervention gut überstanden und ist wieder auf dem Weg nach oben. Im Zuge der allgemeinen Dollarschwäche haben es nun alle Hauptwährungen geschafft, signifikant in die Höhe zu gehen.
Technisch gesehen sind die täglichen Charts natürlich etwas überkauft. Daher sehe ich zwar kurzfristig z.B. 1,36 beim Euro - dann aber könnte es eine Korrektur zurück auf 1,33 geben. Der Pfund wird wohl wieder 1,60 testen - ob er diesen Level aber schon in der kommende Woche durchbrechen wird, bleibt zu hinterfragen. Der Yen sollte wieder 1,20 gegen den Dollar testen ... da wird es dann spannend. Ihr könnt aus diesen Annahmen bereits ersehen, dass ich hier eher Korrekturen zu handeln gedenke, anstatt dem Trend bedingungslos zu folgen. Das Preisniveau ist für mich sehr hoch ... aber natürlich, der Trend der Währungen gegen den Dollar zeigt nach oben.
Die Vorschauen der anderen Produkte für die kommende Woche sind vom Dollarkurs abhängig. Silber hat ein 30-jähriges Hoch erreicht, Gold steht am All-time-high. Solange der Dollar keine Korrektur einlegt, bleiben die precious metals ein beliebtes Anlageprodukt. Auch die Commodities bleiben ebenfalls auf Rekordkurs, denn auch Sie bewegen im Moment grundsätzlich konträr zum Dollar.
Und da wäre noch der US Aktienmarkt, der sich ebenfalls steil nach oben bewegt. Nur die Bonds wissen nicht genau, wo sie hingehören. Der Anstieg der Commoditypreise ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass Inflation im Raum steht. Daher ist die Zinsentwicklung nicht so einfach voherzusehen wie die FED das gerne hätte 'Runter mit den Zinsen, quantitative easing, etc.'
Eine spannende Handelswoche steht uns bevor. Ich werde die Bewegungen aus Frankreich beobachten und hoffe bei meiner Geschäftsreise auch etwas Sonne zu erleben. Bis zum nächsten Mal wünsche ich Euch viel Spass mit den Futuresmärkten.
Euer Gerhard
Sonntag, 26. September 2010
Sonntag, 19. September 2010
Schwierige Marktsituationen
Vorschauen für die nächste Woche sind gut - noch besser wäre es, wenn man genau nach den Vorschauen auch handeln würde. Leider nicht geschehen. Die Cross-Rates Yen and Swissie zum Dollar haben nämlich den vorhergesagten Einbruch erlitten. Aber meine Konzentration war abgelenkt; abgelenkt vom Bullrun des Aussie Dollars und der aufkeimenden Stärke des Euros. Der Währungshandel ist zum Lotteriespiel geworden, da der Trend des Dollars nicht klar zu erkennen ist. Im Grunde ist nämlich der Dollar Index - absolut gesehen - schwach geblieben und die Bewegungen haben sich fast nur in den Cross-Rates abgespielt.
Damit wären wir auch schon bei der kommenden Woche. Jetzt gibt es nämlich erste Zeichen dafür, dass sich auch der Dollar gegenüber den Hauptwährungen etwas besser behaupten wird können. Noch ist das jedoch technisch gesehen nichts klar. Ein Dollar Index Double Bottom in der Nähe von 80 steht nämlich nach wie vor auch noch im Raum. Gemäß dieser Anschauung könnte auch der Euro einen Double Top bei 1,33 machen.
Noch interessanter sind die Möglichkeiten des Yens! Die Bank of Japan hat ihre Intervention wirklich perfekt getimed. Technisch gesehen hat es auf diesem Preisniveau, auf dem die Intervention passiert ist, nicht viele Anlässe gegeben weiterhin Yen zu kaufen. Ein major Double Bottom oder Retest Bottom des All-time-lows bei 80 steht nämlich im Raum! Daher ist es dem Markt auch nicht gelungen, die Intervention sofort wieder durch gezielte Käufe ungeschehen zu machen. Obwohl technisch gesehen kein großer Schaden in den Charts passiert ist, war der Schlusspreis der Woche doch recht Dollar bullisch. Und jetzt kommt schon wieder das 'Aber' - aber man könnte die Preisentwicklung auch anders interpretieren: Nach der Intervention hat es auch keine wesentlichen Dollar Käufe gegenüber dem Yen gegeben. Es ist als ob der Markt auf eine weitere Runde von Interventionen warten würde.
Aber es gibt auch Fundamentales zu berichten. Der Euro hat seinen Bullrun am Freitag schlagartig beendet als bekannt geworden ist, dass es möglicherweise große Probleme finanzieller Art in Irland gibt und der IWF um Hilfe gebeten werden muss.
Technisch gesehen hat der Euro ziemlich positiv geschlossen, aber eines ist klar, sollte der Bullrun noch eine Fortsetzung finden, dann sehe ich im Moment 133 als klare Resistenz vor uns.
Ihr seht schon - die Währungsvorschau ist genauso kompliziert und unklar wie schon in den Wochen zuvor. 'When in doubt stay out' - könnte hier die beste Empfehlung sein.
Ich habe Euch in meinem letzten Blog in Aussicht gestellt, dass es heute - eine Woche später - klarer werden wird, was die Aktienmärkte und die Bonds machen werden. Nun ja, die Aktienmärkte haben sich behauptet ohne an Stärke zu gewinnen und die Bonds stehen auch ungefähr dort, wo sie letzte Woche waren. Man könnte sagen der Schlusspreis der Bonds am Freitag Abend war ein weiterer Strohhalm für diejenigen, die die Zinsen steigen sehen. Der Trend von lower Highs bei den Bonds wurde nicht gebrochen und 128,11 steht kommende Woche als Möglichkeit im Raum. Werden die Bonds jedoch unter 130 die Woche schliessen? ... ich würde keine Wette darauf abschliessen.
Was gibt es dann überhaupt für Möglichkeiten, um in diesen komplizierten Marktsituationen Geld zu machen? Nun, meine Konzentration in den letzten Tagen liegt bei Öl und Cotton (Baumwolle). Der Baumwollpreis ist in der Stratosphäre und wird am Montag wohl zwischen 99 und 103 testen. Zeit für mich auf ein Retracement zu setzen!
Öl hat diesmal nicht im Gleichklang mit den Aktienmärkten agiert, sondern ist bis auf 72,75 gefallen. Die anhaltend hohen US Lagerbestände und die schleichende Nachfrage sind Gründe dafür, dass ich die Möglichkeit eines Bruchs des 70iger Preislevels ins Auge gefasst habe. Solch einen Bruch kann ich aber nur im Zusammenhang mit einem Einbruch der Aktienmärkte sehen. Alles in allem eine sehr heikle Vorschau also. Vom wöchentlichen Schlusspreis kann man jedenfalls keine trendmässigen Analysen ableiten. Gedanklich bin ich aber sicherlich nicht bullisch eingestellt, weiss aber, dass die OPEC den 70iger Level zu verteidigen gedenkt.
Was hat Kaffee gemacht - Kaffee hat eine Woche lang konsolidiert und relativ schwach geschlossen - es ist nicht leicht, in dieser Phase gute Einstiegsmöglichkeiten zu finden.
Damit sind wir am Ende der möglicherweise unklarsten Vorschau der letzten Monate. Meine Konzentration am Beginn der Woche gilt der Baumwolle! Den Euro habe ich im Blickwinkel, da ein nachhaltiger Bruch von 1,30 jederzeit eine stärkere Dollarperiode einläuten könnte. Und - könnte der Aussie Dollar wieder einmal sein Hoch erklommen haben?
Viele Fragen ... und viele Antworten wird sicherlich die kommende Woche bringen ..
Bis bald
Euer Gerhard
Damit wären wir auch schon bei der kommenden Woche. Jetzt gibt es nämlich erste Zeichen dafür, dass sich auch der Dollar gegenüber den Hauptwährungen etwas besser behaupten wird können. Noch ist das jedoch technisch gesehen nichts klar. Ein Dollar Index Double Bottom in der Nähe von 80 steht nämlich nach wie vor auch noch im Raum. Gemäß dieser Anschauung könnte auch der Euro einen Double Top bei 1,33 machen.
Noch interessanter sind die Möglichkeiten des Yens! Die Bank of Japan hat ihre Intervention wirklich perfekt getimed. Technisch gesehen hat es auf diesem Preisniveau, auf dem die Intervention passiert ist, nicht viele Anlässe gegeben weiterhin Yen zu kaufen. Ein major Double Bottom oder Retest Bottom des All-time-lows bei 80 steht nämlich im Raum! Daher ist es dem Markt auch nicht gelungen, die Intervention sofort wieder durch gezielte Käufe ungeschehen zu machen. Obwohl technisch gesehen kein großer Schaden in den Charts passiert ist, war der Schlusspreis der Woche doch recht Dollar bullisch. Und jetzt kommt schon wieder das 'Aber' - aber man könnte die Preisentwicklung auch anders interpretieren: Nach der Intervention hat es auch keine wesentlichen Dollar Käufe gegenüber dem Yen gegeben. Es ist als ob der Markt auf eine weitere Runde von Interventionen warten würde.
Aber es gibt auch Fundamentales zu berichten. Der Euro hat seinen Bullrun am Freitag schlagartig beendet als bekannt geworden ist, dass es möglicherweise große Probleme finanzieller Art in Irland gibt und der IWF um Hilfe gebeten werden muss.
Technisch gesehen hat der Euro ziemlich positiv geschlossen, aber eines ist klar, sollte der Bullrun noch eine Fortsetzung finden, dann sehe ich im Moment 133 als klare Resistenz vor uns.
Ihr seht schon - die Währungsvorschau ist genauso kompliziert und unklar wie schon in den Wochen zuvor. 'When in doubt stay out' - könnte hier die beste Empfehlung sein.
Ich habe Euch in meinem letzten Blog in Aussicht gestellt, dass es heute - eine Woche später - klarer werden wird, was die Aktienmärkte und die Bonds machen werden. Nun ja, die Aktienmärkte haben sich behauptet ohne an Stärke zu gewinnen und die Bonds stehen auch ungefähr dort, wo sie letzte Woche waren. Man könnte sagen der Schlusspreis der Bonds am Freitag Abend war ein weiterer Strohhalm für diejenigen, die die Zinsen steigen sehen. Der Trend von lower Highs bei den Bonds wurde nicht gebrochen und 128,11 steht kommende Woche als Möglichkeit im Raum. Werden die Bonds jedoch unter 130 die Woche schliessen? ... ich würde keine Wette darauf abschliessen.
Was gibt es dann überhaupt für Möglichkeiten, um in diesen komplizierten Marktsituationen Geld zu machen? Nun, meine Konzentration in den letzten Tagen liegt bei Öl und Cotton (Baumwolle). Der Baumwollpreis ist in der Stratosphäre und wird am Montag wohl zwischen 99 und 103 testen. Zeit für mich auf ein Retracement zu setzen!
Öl hat diesmal nicht im Gleichklang mit den Aktienmärkten agiert, sondern ist bis auf 72,75 gefallen. Die anhaltend hohen US Lagerbestände und die schleichende Nachfrage sind Gründe dafür, dass ich die Möglichkeit eines Bruchs des 70iger Preislevels ins Auge gefasst habe. Solch einen Bruch kann ich aber nur im Zusammenhang mit einem Einbruch der Aktienmärkte sehen. Alles in allem eine sehr heikle Vorschau also. Vom wöchentlichen Schlusspreis kann man jedenfalls keine trendmässigen Analysen ableiten. Gedanklich bin ich aber sicherlich nicht bullisch eingestellt, weiss aber, dass die OPEC den 70iger Level zu verteidigen gedenkt.
Was hat Kaffee gemacht - Kaffee hat eine Woche lang konsolidiert und relativ schwach geschlossen - es ist nicht leicht, in dieser Phase gute Einstiegsmöglichkeiten zu finden.
Damit sind wir am Ende der möglicherweise unklarsten Vorschau der letzten Monate. Meine Konzentration am Beginn der Woche gilt der Baumwolle! Den Euro habe ich im Blickwinkel, da ein nachhaltiger Bruch von 1,30 jederzeit eine stärkere Dollarperiode einläuten könnte. Und - könnte der Aussie Dollar wieder einmal sein Hoch erklommen haben?
Viele Fragen ... und viele Antworten wird sicherlich die kommende Woche bringen ..
Bis bald
Euer Gerhard
Sonntag, 12. September 2010
Early September Trading
Eindrucksvoll war letzte Woche die Kaffeerally, die uns an die Peripherie der 2 Dollar Marke gebracht hat. Der Wochenschlusskaffeepreis lässt jedoch erste Gedanken an ein Reversal aufkeimen, obwohl ein Test über 2 Dollars im Zuge des allgemeinen Commodity Bull Runs nicht ausgeschlossen werden kann. Eine relativ hohe Volatilität ist garantiert.
Lange hat es gebraucht, aber am Ende der Woche hat dann auch das Öl die 75 Dollar Marke hinter sich gelassen und über 76 geschlossen. Die Fundamentalisten unter den Händlern sind gespalten über den weiteren Weg von Öl, aber dass der Ölpreis sich in irgendeiner Form an der Entwicklung des Aktienmarktes orientiert ist unbestritten.
Und dieser Aktienmarkt hat zwar nicht an den Erfolg der Vorwoche anschliessen können, jedoch bleibt das bullische Sentiment vorherrschend. September und Oktober sind traditionell Monate, die von Aktieninvestoren nicht gerade geliebt werden, umso erstaunlicher ist die Entwicklung und es gibt Stimmen unter den Analysten, die den nächsten 2 Wochen im Aktienmarkt große Bedeutung beimessen. Sollte der Markt bis Ende September halten, dann steigen die Chancen, das Jahresende solide nach oben gerichtet zu beenden. Noch sind wir nicht dort und daher behalten wir diese Information eher im Hinterkopf.
Aber, und hier ist wieder ein Steinchen, welches gut zu diesem Puzzle passt: Die 30-jährigen Bonds haben ihr Reversal beinahe bestätigt und konnten auch kurzzeitig - und das am Freitag - unter 130 handeln. Ein solider Bruch des 130iger Preisniveaus würde den 'Bull-Case' bei den Aktien unterstützen.
Interessant ist nach wie vor die Divergenz der Ansichten - viele Analysten sehen die derzeitige Aufbruchsstimmung nur als kurzzeitige Entspannungsaktivität des Marktes. Ich hingegen lasse mir gedanklich die Möglichkeit offen, dass wir auf bessere wirtschaftliche Zeiten zusteuern. Die nächste Woche, insbesonders der Schlusspreis des Aktienmarktes und des T-Bond Marktes könnte uns für eine etwas längerfristigere Vorschau behilflich sein.
Bull-Markt-Sieger letzte Woche war der Aussie Dollar. Fast ohne Korrektur hat er seinen Aufschwung in Richtung 1:1 gegen den Dollar fortgesetzt. Wirtschaftliche Daten, Zinsentwicklung und Vorschauen geben dem Aussie Note 1. Nichtsdestotrotz sehe ich nächste Woche einen etwas offensiver ausgerichteteren Dollar, und im Verhältnis der Crossrates Euro/Swissie und Euro/Yen könnte es etwas stärkere korrektive Bewegungen geben. Die Handelsstrategien bleiben kurzfristig. Immer wieder sehen wir nach kurzzeitigen Dollarrallies starke Gegenbewegungen, aber gerade im Dollar/Yen könnte der leichte Preisumschwung Ende der Woche doch zu einer solideren Performance des Dollars in der kommenden Woche führen.
Gold - ja das Gold hat einen Retest des Hochs geschafft, ist aber dort gescheitert. Aber wie schon so oft gibt die Preisperformance seit dem Hoch keinen klaren Hinweis auf ein längerfristiges Reversal. In keinem Fall - und das möchte ich unterstreichen - sollte man auf diesem Preisniveau Gold kaufen. Ein Doubletop steht vorläufig im Raum und wer aggressiv handeln möchte, der kann jeden Preis auf diesem Niveau verkaufen, jedoch mit einem klaren Stop Loss bei 1265.
Ihr seht, die Vorschau für nächste Woche ist klein klares Bekenntnis zu einem Trend, aber es gibt Tendenzen, die in der kommenden Woche vielleicht bestätigt werden.
Auf eine erfolgreiche Handelswoche! Ich freue mich über jeden Kommentar zu meinen wöchentlichen Blog.
Euer Gerhard Pilz
Lange hat es gebraucht, aber am Ende der Woche hat dann auch das Öl die 75 Dollar Marke hinter sich gelassen und über 76 geschlossen. Die Fundamentalisten unter den Händlern sind gespalten über den weiteren Weg von Öl, aber dass der Ölpreis sich in irgendeiner Form an der Entwicklung des Aktienmarktes orientiert ist unbestritten.
Und dieser Aktienmarkt hat zwar nicht an den Erfolg der Vorwoche anschliessen können, jedoch bleibt das bullische Sentiment vorherrschend. September und Oktober sind traditionell Monate, die von Aktieninvestoren nicht gerade geliebt werden, umso erstaunlicher ist die Entwicklung und es gibt Stimmen unter den Analysten, die den nächsten 2 Wochen im Aktienmarkt große Bedeutung beimessen. Sollte der Markt bis Ende September halten, dann steigen die Chancen, das Jahresende solide nach oben gerichtet zu beenden. Noch sind wir nicht dort und daher behalten wir diese Information eher im Hinterkopf.
Aber, und hier ist wieder ein Steinchen, welches gut zu diesem Puzzle passt: Die 30-jährigen Bonds haben ihr Reversal beinahe bestätigt und konnten auch kurzzeitig - und das am Freitag - unter 130 handeln. Ein solider Bruch des 130iger Preisniveaus würde den 'Bull-Case' bei den Aktien unterstützen.
Interessant ist nach wie vor die Divergenz der Ansichten - viele Analysten sehen die derzeitige Aufbruchsstimmung nur als kurzzeitige Entspannungsaktivität des Marktes. Ich hingegen lasse mir gedanklich die Möglichkeit offen, dass wir auf bessere wirtschaftliche Zeiten zusteuern. Die nächste Woche, insbesonders der Schlusspreis des Aktienmarktes und des T-Bond Marktes könnte uns für eine etwas längerfristigere Vorschau behilflich sein.
Bull-Markt-Sieger letzte Woche war der Aussie Dollar. Fast ohne Korrektur hat er seinen Aufschwung in Richtung 1:1 gegen den Dollar fortgesetzt. Wirtschaftliche Daten, Zinsentwicklung und Vorschauen geben dem Aussie Note 1. Nichtsdestotrotz sehe ich nächste Woche einen etwas offensiver ausgerichteteren Dollar, und im Verhältnis der Crossrates Euro/Swissie und Euro/Yen könnte es etwas stärkere korrektive Bewegungen geben. Die Handelsstrategien bleiben kurzfristig. Immer wieder sehen wir nach kurzzeitigen Dollarrallies starke Gegenbewegungen, aber gerade im Dollar/Yen könnte der leichte Preisumschwung Ende der Woche doch zu einer solideren Performance des Dollars in der kommenden Woche führen.
Gold - ja das Gold hat einen Retest des Hochs geschafft, ist aber dort gescheitert. Aber wie schon so oft gibt die Preisperformance seit dem Hoch keinen klaren Hinweis auf ein längerfristiges Reversal. In keinem Fall - und das möchte ich unterstreichen - sollte man auf diesem Preisniveau Gold kaufen. Ein Doubletop steht vorläufig im Raum und wer aggressiv handeln möchte, der kann jeden Preis auf diesem Niveau verkaufen, jedoch mit einem klaren Stop Loss bei 1265.
Ihr seht, die Vorschau für nächste Woche ist klein klares Bekenntnis zu einem Trend, aber es gibt Tendenzen, die in der kommenden Woche vielleicht bestätigt werden.
Auf eine erfolgreiche Handelswoche! Ich freue mich über jeden Kommentar zu meinen wöchentlichen Blog.
Euer Gerhard Pilz
Sonntag, 5. September 2010
Labor Day Blues
Morgen Montag ist Labor Day, Tag der Arbeit der englischsprachigen Länder, aber auch der Beginn der Herbstsaison der Finanzmärkte. Also auf ins Geschehen:
Die Vorschau der letzten Woche war ziemlich korrekt, wenn man den zeitlichen Rahmen, den ich vorgegeben hatte, etwas in den Hintergrund drängt. Wir sahen nämlich in den ersten Tagen der Woche Korrekturen der massiven Reversal Bewegungen der letzten Woche, aber dann kam es doch zum vorhergesagten Follow-Up und die Preise, die wir Ende der letzten Woche erzielt haben, waren dann die Bestätigung der zumindest kurzfristigen Trendumkehr bei den 30-jährigen Bonds, den Aktienmärkten und beim Euro, um einige signifikante Produkte zu erwähnen.
Den fundamentalen Hintergrund dieser Bewegungen zu beleuchten, würde dem Erarbeiten einer volkswirtschaftlichen Kurzgeschichte entsprechen. Kurzum, der Markt hat die kleinsten positiven Hinweise der veröffentlichten US Wirtschaftsdaten dazu verwendet, die zukünftige Entwicklung der Wirtschaft und damit die Auswirkungen auf die Aktienmärkte positiv zu interpretieren.
Technisch schaut die Sache schon etwas solider aus. Der Euro zum Beispiel scheint bei 1,25/1,26 vorläufig festen Boden unter den Füßen gefunden zu haben und ein Test von 1,30 ist wahrscheinlich. Die Bewegungen letzter Woche deuten jedoch darauf hin, dass der Aufwärtstrend nicht geradlinig sein wird. Mittelfristig ist aber auch 1,32 bis 1,33 durchaus möglich. Der Swissie und Yen bleiben im Aufwärtstrend (die wöchentlichen Charts deuten darauf hin), jedoch gegenüber dem Euro könnten sie etwas an Stärke verlieren. Noch haben die Crossrates aber nicht überzeugend gedreht.
Der US Aktienmarkt scheint vorerst bereit zu sein, die Nachrichten, wie auch immer sie sich darstellen, positiv aufnehmen zu wollen. Der Tag nach Labor Day ist traditionell gut für weitere Zugewinne, also sehe ich zumindest am Beginn der nächsten Woche keine schwerwiegenden Gewitterwolken am Aktienmarkt aufziehen.
Die 30-jährigen Longbonds haben ein eindrucksvolles 2-wöchiges Reversal von 137 auf 130,15 hingelegt, haben zwar auf 131iger Level geschlossen; nichtsdestotrotz eine ziemlich eindrucksvolle Vorstellung. Volatilität ist relativ hoch, daher würde ich vorerst nach oben hin 134 als ziemlich solide Preisobergrenze für nächste Woche festlegen, nach unten erwarte ich einen Test von Preisen zwischen 129 und 130 aber auf weit niedrigere Preise würde ich auf Grund der Realwirtschaftssituation vorläufig nicht setzen.
Aus den Sommerferien zurückkommende Marktteilnehmer werden im Laufe der kommenden Woche mehr Umsätze bringen. Die Beurteilung der Realwirtschaft, sowohl der in Europa als auch der in den USA, wird zu neuen Erkenntnisse führen. Vorläufig hat Europa im Währungsbereich gegenüber dem Dollar die Oberhand, im Aktienhandel sind es die Amerikaner, die die Märkte nach oben leiten. So gesehen, eine recht ausgeglichene Situation also - wären da nicht die längerfristigen Budgetprobleme und der Arbeitsmarkt, der sich nur schleichend positiv entwickelt. Da diese Situation insgesamt als problematisch zu werten ist, konnte Gold seinen Weg in Richtung All-Time-Highs fortsetzen - wenn auch nicht geradlinig.
Ich freue mich auf Eure Kommentare und Meinungen zu diesem Blog!
Auf eine erfolgreiche neue Handelswoche!
Euer Gerhard Pilz
TASK INVEST AG
Die Vorschau der letzten Woche war ziemlich korrekt, wenn man den zeitlichen Rahmen, den ich vorgegeben hatte, etwas in den Hintergrund drängt. Wir sahen nämlich in den ersten Tagen der Woche Korrekturen der massiven Reversal Bewegungen der letzten Woche, aber dann kam es doch zum vorhergesagten Follow-Up und die Preise, die wir Ende der letzten Woche erzielt haben, waren dann die Bestätigung der zumindest kurzfristigen Trendumkehr bei den 30-jährigen Bonds, den Aktienmärkten und beim Euro, um einige signifikante Produkte zu erwähnen.
Den fundamentalen Hintergrund dieser Bewegungen zu beleuchten, würde dem Erarbeiten einer volkswirtschaftlichen Kurzgeschichte entsprechen. Kurzum, der Markt hat die kleinsten positiven Hinweise der veröffentlichten US Wirtschaftsdaten dazu verwendet, die zukünftige Entwicklung der Wirtschaft und damit die Auswirkungen auf die Aktienmärkte positiv zu interpretieren.
Technisch schaut die Sache schon etwas solider aus. Der Euro zum Beispiel scheint bei 1,25/1,26 vorläufig festen Boden unter den Füßen gefunden zu haben und ein Test von 1,30 ist wahrscheinlich. Die Bewegungen letzter Woche deuten jedoch darauf hin, dass der Aufwärtstrend nicht geradlinig sein wird. Mittelfristig ist aber auch 1,32 bis 1,33 durchaus möglich. Der Swissie und Yen bleiben im Aufwärtstrend (die wöchentlichen Charts deuten darauf hin), jedoch gegenüber dem Euro könnten sie etwas an Stärke verlieren. Noch haben die Crossrates aber nicht überzeugend gedreht.
Der US Aktienmarkt scheint vorerst bereit zu sein, die Nachrichten, wie auch immer sie sich darstellen, positiv aufnehmen zu wollen. Der Tag nach Labor Day ist traditionell gut für weitere Zugewinne, also sehe ich zumindest am Beginn der nächsten Woche keine schwerwiegenden Gewitterwolken am Aktienmarkt aufziehen.
Die 30-jährigen Longbonds haben ein eindrucksvolles 2-wöchiges Reversal von 137 auf 130,15 hingelegt, haben zwar auf 131iger Level geschlossen; nichtsdestotrotz eine ziemlich eindrucksvolle Vorstellung. Volatilität ist relativ hoch, daher würde ich vorerst nach oben hin 134 als ziemlich solide Preisobergrenze für nächste Woche festlegen, nach unten erwarte ich einen Test von Preisen zwischen 129 und 130 aber auf weit niedrigere Preise würde ich auf Grund der Realwirtschaftssituation vorläufig nicht setzen.
Aus den Sommerferien zurückkommende Marktteilnehmer werden im Laufe der kommenden Woche mehr Umsätze bringen. Die Beurteilung der Realwirtschaft, sowohl der in Europa als auch der in den USA, wird zu neuen Erkenntnisse führen. Vorläufig hat Europa im Währungsbereich gegenüber dem Dollar die Oberhand, im Aktienhandel sind es die Amerikaner, die die Märkte nach oben leiten. So gesehen, eine recht ausgeglichene Situation also - wären da nicht die längerfristigen Budgetprobleme und der Arbeitsmarkt, der sich nur schleichend positiv entwickelt. Da diese Situation insgesamt als problematisch zu werten ist, konnte Gold seinen Weg in Richtung All-Time-Highs fortsetzen - wenn auch nicht geradlinig.
Ich freue mich auf Eure Kommentare und Meinungen zu diesem Blog!
Auf eine erfolgreiche neue Handelswoche!
Euer Gerhard Pilz
TASK INVEST AG
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