Eine entscheidende Handelswoche liegt hinter uns. Die vielen Fragen, die letzte Woche im Raum gestanden sind, wurden alle vom Markt beantwortet.
Die Schlüsselantwort lautet: Der Dollar bricht unter dem Druck schwieriger Wirtschaftsdaten zusammen. Schwierig ist nicht durchwegs schlecht. Ganz im Gegenteil - wir sehen immer wieder bessere Daten als vorhergesehen; jedoch, die absoluten Daten sind einfach nicht gut genug, um den Konsummotor anzuwerfen, um die Arbeitslosenzahlen nachhaltig zu verbessern.
Natürlich wird der Dollar nicht geradlinig kollapieren. Immer wieder gibt es schockierende Nachrichten aus der Eurozone, die eine Korrektur kurzfristig einleiten, aber jede Korrektur wird sofort wieder als Dollarverkaufschance gewertet. Selbst der von einer massiven Intervention der BOJ eingeschüchterte Yen hat eine 2. Runde der Intervention gut überstanden und ist wieder auf dem Weg nach oben. Im Zuge der allgemeinen Dollarschwäche haben es nun alle Hauptwährungen geschafft, signifikant in die Höhe zu gehen.
Technisch gesehen sind die täglichen Charts natürlich etwas überkauft. Daher sehe ich zwar kurzfristig z.B. 1,36 beim Euro - dann aber könnte es eine Korrektur zurück auf 1,33 geben. Der Pfund wird wohl wieder 1,60 testen - ob er diesen Level aber schon in der kommende Woche durchbrechen wird, bleibt zu hinterfragen. Der Yen sollte wieder 1,20 gegen den Dollar testen ... da wird es dann spannend. Ihr könnt aus diesen Annahmen bereits ersehen, dass ich hier eher Korrekturen zu handeln gedenke, anstatt dem Trend bedingungslos zu folgen. Das Preisniveau ist für mich sehr hoch ... aber natürlich, der Trend der Währungen gegen den Dollar zeigt nach oben.
Die Vorschauen der anderen Produkte für die kommende Woche sind vom Dollarkurs abhängig. Silber hat ein 30-jähriges Hoch erreicht, Gold steht am All-time-high. Solange der Dollar keine Korrektur einlegt, bleiben die precious metals ein beliebtes Anlageprodukt. Auch die Commodities bleiben ebenfalls auf Rekordkurs, denn auch Sie bewegen im Moment grundsätzlich konträr zum Dollar.
Und da wäre noch der US Aktienmarkt, der sich ebenfalls steil nach oben bewegt. Nur die Bonds wissen nicht genau, wo sie hingehören. Der Anstieg der Commoditypreise ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass Inflation im Raum steht. Daher ist die Zinsentwicklung nicht so einfach voherzusehen wie die FED das gerne hätte 'Runter mit den Zinsen, quantitative easing, etc.'
Eine spannende Handelswoche steht uns bevor. Ich werde die Bewegungen aus Frankreich beobachten und hoffe bei meiner Geschäftsreise auch etwas Sonne zu erleben. Bis zum nächsten Mal wünsche ich Euch viel Spass mit den Futuresmärkten.
Euer Gerhard
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