Freitag, 22. April 2011

OSTERN - REALITY CHECK - 'VOM SENTIMENT GETRIEBEN'

Liebe Leser!

Die vergangene Handelswoche hat bei mir bleibende Eindrücke hinterlassen. Eine Woche der Superlativen! Vor drei Wochen habe ich begonnen über die Möglichkeit von Kurskorrekturen zu schreiben. Mit 24 Jahren Handelserfahrung glaube ich doch, einige spektakuläre Erlebnisse hinter mich gebracht zu haben. Aber diese Woche hat mich gelehrt, dass es immer wieder Neues zu lernen gibt.

Bringen wir es auf den Punkt. Silber ist 4 Dollars gestiegen und hat die Woche am Hoechstpreis abgeschlossen. Gold handelt über 1500 Dollars. Der Euro nähert sich seinem All-time-High. Der Aussie und Swissie handeln gegenüber dem Dollar im All-time-High Bereich. Öl hat den öffentlich zelebrierten 'Ausstieg aus Commodities', wie Goldmann Sachs dies medienwirksam kundgetan hat, gut überstanden und handelt wieder über 110 Dollars. Kaffee hat 3 Dollars erreicht. Der US Aktienmarkt schliesst auf höchstem 2011 Niveau.

Das sind nur einige der Highlights der vergangenen Woche. Selbst einer meiner konservativsten Investorfreunde hat sich am Donnerstag entschlossen, seine Silberbestände zu reduzieren, da ihm das Preisniveau etwas unrealistisch erschienen ist. Er musste gestern Abend feststellen, 'auch mein Verkauf konnte das Marktverhalten nicht verändern'.

Wir beginnen also in einer Welt zu leben, in der Investoren alles auf wenige Karten setzen und zwar auf die Karten, die Ihnen relative Sicherheit verheissen.

Die treibende Kraft hinter dieser Entwicklung ist wohl die extreme Dollarschwäche und der politische Unwillen in den USA, wirkliche Krisenbewältigung zu beginnen. Wir blicken auf ein volkswirtschaftliches Chaos, nicht nur in den USA, sondern in weiten Teilen Europas, im Nahen Osten, Afrika ..... .

Das ist die eine Seite.

Auf der anderen Seite erleben wir ungeahnte ökonomische Erfolge der führenden Aktiengesellschaften, die weltweit an den Börsen gehandelt werden. Diesen Firmen ist es in den letzten Jahrzehnten gelungen, die Globalisierung voll auszunutzen. Sie leben nicht mehr von einem Markt, sondern sie leben vom globalen Markt, sind daher nicht unbedingt abhängig von volkswirtschaftlichen Tiefs in einzelnen Wirtschaftszonen, sondern sie können sich auf die Märkte konzentrieren, die gerade expandieren.

Nehmen wir als Beispiel 'Audi'. Autopräsentationen werden heute nicht in Deutschland oder in den USA abgehalten, sondern in China. Nehmen wir Apple: Die Firma verkauft seine Produkte an zahlungskräftige Kunden in der ganzen Welt. Apple ist es egal, ob es in den USA und Europa 10% Arbeitslose gibt. Man braucht nur sagen wir 1% des möglichen Weltmarktes mit seinen Produkten zu erreichen, und die Firma macht Erlöse, für die viele Staaten dankbar wären.

So erklärt sich die Rally der Aktienmärkte. Im Gegensatz dazu erleben die einzelnen Volkswirtschaften keinen wirtschaftlichen Boom so wie es in früheren Jahren nach schweren ökonomischen Einbrüchen der Fall war. Obwohl es einen offensichtlichen Aufschwung weltweit gibt - vergleichen wir den Status Quo mit der Situation vor 2 Jahren -, ist es den hochentwickelten Staaten nicht gelungen, Ihre Arbeitslosenrate zu senken. Dies wäre aber unbedingt notwendig, um auf der Einkommensseite der Staatsbudgets den notwendigen Aufschwung zu erleben. So kämpft man auf Seiten der Finanzminister mit einem Sozialaufwand und mit einem Zinsaufwand für Schulden, die eigentlich - wenn von einem seriösen Wirtschaftsberater beurteilt - in den meisten Fällen nur den Schluss 'Staatsbankrott' zulassen würden.

Diese - nennen wir es einmal - Doppelgleisigkeit unseres globalisierten Wirtschaftssystems erinnert mich zunehmend an ein Erlebnis, welches ich in den späten 80iger Jahren hatte als ich nach Spanien geschickt worden war, um dort ein Hotel zu übernehmen. Man traf sich mit dem lokalen Steuerberater und ich wurde in das System der 'schwarzen und weissen Buchhaltung' eingeführt - eine institutionalisierte wirtschaftliche Doppelgleisigkeit.

Heute erleben wir die Doppelgleisigkeit des Geldes: Investoren, die ungeahnte Profite in ihren Investments realisieren und das Geld dort anlegen, wo ihnen das Risiko am geringsten erscheint. Arbeitnehmer, die von Firmen Minimaleinkommen lukrieren, damit diese ihren Investoren gleichzeitig maximale Renditen zukommen lassen können. Geld besteht also aus INVESTORKAPITAL und ÜBERLEBENSRATIONEN.

Im negativsten Fall ist dies die beste Formel, eine soziale Divergenz zu erzeugen, die in eine Explosion mündet. Oder werden es die kollabierenden Staaten sein, die die Grundbedürfnisse ihrer Bürger nicht mehr abdecken können, welche diese Doppelgleisigkeit zum Einsturz bringen wird?

Im Moment versucht sich Politik und Hochfinanz im Dialog aus dieser Krise, oder soll man besser sagen, aus diesen multiplen Krisen zu retten. Ob mit quantitative Easing, wie man das Fluten des Geldmarktes mit neuer Liquidität in den USA nennt, oder mit Milliardenschutzschirmen von Geld, welches nicht einmal im besten Fall vorhanden wäre, sollte es gebraucht werden, beruhigt man die Gefühlswelt der Öffentlichkeit.

Denn diese Gefühlswelt muss beruhigt sein, sonst könnte das Sentiment kippen und zu einer ungeahnten Kettenreaktion führen.

Befinden wir uns vielleicht bereits in der Endphase des Weltwirtschaftssystems wie wir es bisher gekannt haben?

Letzte Woche wurden jedenfalls massive Investitionen in Randprodukte wie Gold, Silber, den Aussie Dollar, den Swissie, etc. getätigt, mit dem Ziel Kapital vor Risikocrashes zu bewahren.

Man darf aber nicht vergessen - wir leben in einer globalisierten Welt. Alles hängt zusammen. Irgenwann wird auch diese Blase platzen, platzen müssen, denn Hedgefonds und Investoren müssen ihre Gewinne mitnehmen und können nicht warten, bis die Blase platzt, so wie dies immer wieder in den verschiedensten Märkten passiert ist.

Dann wird es lapidar in den Medien heissen - Investoren ziehen Geld aus den Edelmetallmärkten ab, um Verluste hier oder da abzudecken. Ob diese Preiskorrektur unmittelbar bevorsteht oder in Monaten kommen wird, weiss niemand. Aber seid Euch alle bewusst, egal welche fundamentalen Erklärungen es für alle Entwicklungen gibt, das Investorsentiment bleibt die stärkste Motivation und dieses Sentiment wird darüber entscheiden, was nächste Woche passieren wird.

FROHE OSTERN
Euer Gerhard

Montag, 18. April 2011

TRIAL: ONLINE TRADING COMMENTARY

Liebe Leser!
In dieser Woche vor Ostern werde ich in diesem Blog, Handelsüberlegungen online besprechen. In Erwartung auf Euer Feedback verbleibe ich
Euer Gerhard Pilz

MONDAY 180411 10
A 50 cents correction of the silver market has marked the beginning of the European trading session. Underlying strength seems to support silver. However, overall sentiment this morning is weaker than expected.

MONDAY 180411 15:39
Standard & Poor's credit ratings agency cut its long-term outlook for the United States to negative from stable but kept AAA rating in place for the moment.
Dow Jones drops 200 points on that news and silver rallies immediately 60 cents.
We are out of the market at this point of time.

MONDAY 180411 16:02
Short July Silver at 4316. We want to assess if the move higher was a last blow off before a sizeable correction.

MONDAY 180411 16:07
Took profit before $4300. Consider $43,00 decisive level.

MONDAY 180411 16:30
July silver reached a low of 4227. As silver went minus on the day we consider to look for entry prices to go short.

MONDAY 180411 18:37
Several tries to go short failed. It is very difficult to assess the immediate future price development. Will wait for the close.

MONDAY 180411 20:09
Silver breaks back above $43. The Reversal seems a long way away.

Samstag, 16. April 2011

WHEN IN DOUBT STAY OUT OR GO SHORT

Mein letzter Blog hat mit einem Hinweis darauf geendet, dass im allgemeinen der Anstieg von Edelmetallpreisen gegen die Inflation absichern soll. Wir erleben derzeit eine Rally, die nur mehr mit dem Anstieg von Silber im Jahr 1979/80 zu vergleichen ist, also nicht direkt mit Inflation in Verbindung gebracht werden kann. Natürlich fragt man sich, was also die treibende Kraft hinter dieser Hausse ist.

Die Antwort ist vielfältig. In den letzten Wochen haben sich Analysten vermehrt zu einer unmittelbar bevorstehenden Korrektur von Silber bekannt. Aber es waren nicht nur Analysten, die sich entsprechend geäussert hatten, sondern grosse Fonds haben öffentlich gemacht, dass sie nun 'short' Silber seien. Am Beginn der letzten Handelswoche hat eine der führenden Investmentbanken der USA sogar das Ende der Commoditieshausse öffentlich zelebriert. Davon war der Markt auch beeindruckt und Öl hat in kürzester Zeit beinahe 8 Dollars verloren. Nicht jedoch Silber. Der Einbruch des Silberpreises war mit einer normalen Preiskorrektur beendet und Freitag Abend schlossen wir auf $43.00. Diese Preisentwicklung ist ein weiterer Beweis für mich, dass Silber $48,70 anpeilt, koste es, was es wolle. Freunde unter den Händlern in Europa und den USA teilen meine diesbezügliche Meinung, jedoch glaubt niemand, dass $48.00 ohne Korrektur erreicht werden kann. Die nächste offensichtliche Resistenz ergibt sich rund um $44.00.

Um die Objektivität zu bewahren, muss ich nach wie vor jeden Investor davor warnen, auf diesen Zug noch aufzuspringen. Ein Retest kann jederzeit mit einem Preis rund um $48 enden. Warum also nicht bei $44.00 oder vielleicht überschiessen wir das Ziel mal ganz knapp und landen bei $50.00.

Meine Vorsicht wird immer grösser. Wöchentliche und monatliche Charts befinden sich nämlich auf einer technischen Extremhöhe, von der eine 5 oder 10 Dollar Korrektur nur der Anfang einer Gegenbewegung sein könnte.

Trotzdem zeigen alle langfristigen Charts nach wie vor solide nach oben. Freitag gab es aber zum ersten Mal im Laufe dieser Rally Gegenbewegungen, die man ernst nehmen muss. So sah man plötzliche 40 Cents Countertrendbewegungen, die völlig unvorbereitet passierten. Während der US Session war es sogar möglich jedes neue Hoch mit Gewinn zu verkaufen. Man könnte das als Wochenendgewinnmitnahmen bezeichnen, aber auch als ernste Warnung interpretieren.

Diese Warnung ist aber durch nichts bestätigt. Andere Commodities so wie zum Beispiel Kaffee schliessen sich nämlich nach einer Korrektur wieder der Rally an. Selbst Öl schaffte es, die Woche so zu schliessen, dass ein Reversal am Wochenende nicht bestätigt werden konnte.

Ein wesentlicher fundamentaler Grund hinter diesen Commoditiespreisanstiegen ist die nach wie vor depressive Preisentwicklung des Dollars. Woche für Woche fällt die US Leitwährung weiter nach unten und das scheint weder Politiker noch Ökonomen wirklich zu bedrücken. Vorerst.

Unter den wichtigsten Währungen gibt es 2 absolute Gewinner - der Swissie und der Aussie. Beide Währungen stehen auf All-time-Hochs und auch in der kommenden Woche kann man wieder mit einem solchen neuen Hoch beider Währungen gegenüber dem Dollar rechnen.

Eine Wende kommt ohne Ankündigung. Eine Wende saugt die Gewinne der Gierigen in einer ersten Welle auf. Eine Wende muss nicht unbedingt durch eine wesentliche Neuigkeit ausgelöst werden. Schon ein kleiner Anstoss genügt. RSI 18 wöchentlich und monatlich über 80!! Wer immer diese technische Studie kennt, der weiss, dass kein Preis oder zukünftiger Preis damit verhindert werden kann, aber jede Korrektur wird massiv sein!

Ganz ehrlich: Seit Mittwoch letzter Woche habe ich meine Einstellung etwas geändert und ich wäre fast 'long' Silber gegangen. Aber mein Wissen hat dies verhindert: Bevor Silber dreht, wird noch der letzte Zweifler kaufen. Ich habe beschlossen nicht Teil dieser 'Sucker's Rally' zu werden.

Mein Leitspruch in der kommenden Handelswoche lautet: When in doubt stay out or go short!

Viel Spass
Euer Gerhard

Samstag, 9. April 2011

DER SILBER DONNERSTAG

Unser heutiger Blog ist primär Silber gewidmet. Viele Freunde und Kunden fragen sich, welchen Preis Silber wohl ansteuert. Während Gold in den letzten 2 Jahren von All-time-Hoch zu All-time-Hoch eilt, hat Silber eine Geschichte, die ich Euch kurz näherbringen möchte.

In den späten 70iger Jahren haben die Brüder Nelson Bunker Hunt und Herbert Hunt, Söhne des texanischen Milliadärs Haroldson Lafayette Hunt, Jr., versucht durch Silberkäufe den Preis dieses Edelmetalls in die Höhe zu treiben. Im Jahr 1979 stieg der Preis von $6 pro Feinunze auf das All-time-Hoch von $48,70. Zu diesem Zeitpunkt vermutete man, dass die Hunt Brüder ein Drittel des am freien Markt verfügbaren Silbers besassen.

Tiffanys sah sich auf Grund der angespannten Marktlage sogar gezwungen, eine einseitige Anzeige in der New York Times zu plazieren, in der die Hunt Brüder für diese Marktsitutation verantwortlich gemacht wurden und deren Vorgangsweise gegenüber potentiellen Silber Käufern als gewissenlos dargestellt wurde.

Am 7. Jänner 1980 reagierte die Börse auf diese Entwicklung und änderte die Börsenregeln im Bezug auf Hebelfinanzierungen. Die COMEX implementierte 'Silver Rule 7', womit der Kauf von Silber mit grosser Hebelfinanzierung stark eingeschränkt wurde. Die Hunt Brüder hatten ihre Silberkäufe massiv kreditfinanziert. Als die Preise abzustürzen begannen - der Preis von Silber fiel innerhalb von 4 Tagen um 50% - und die Hunt Brüder ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnten, gab es Panikreaktionen in den Märkten.

Der Tag, an dem es zu den Panikreaktionen in den Commodities und Futures Märkten kam, Donnerstag der 27. März 1980, wird heute als 'Silber Donnerstag' bezeichnet.

Als der Silberpreis unter dem Minimummargin fiel, erhielten die Hunt Brüder einen Margin-Call (Aufforderung, den Minimum-Margin einzuzahlen) von $100 Millionen. Sie konnten diese Forderung nicht erfüllen und standen vor einem Verlust von $1,7 Milliarden. Die Regierung fürchtete den möglichen Kollaps führender Wall Street Brokers und Banken. Daher stellte in der Folge ein Bankenkonsortium eine Kreditlinie von $1,1 Milliarden zur Verfügung, was Bache Halsey Stuart Shields, später Prudential-Bache Securities and Prudential Securities, vor dem Bankrott rettete. Die SEC fand bei einer späteren Untersuchung heraus, dass die Hunt Brüder mit 6,5 Prozent an Bache beteiligt gewesen waren.

Die Hunt Brüder verloren Milliarden, konnten sich aber auf Grund ihres Vermögens retten. 1988 verloren sie jedoch einen Zivilprozess gegen eine Peruanische Bergbaugesellschaft, die durch die Silber Spekulationen der Hunt Brüder massiv geschädigt worden war. Die Hunt Brüder sollten $134 Millionen Schadenersatz zahlen. Das war ihnen unmöglich und führte zu einer der grössten Pleiten in Texas.

Der Anstieg von Silber im letzten Jahr hat einen Touch dieser Hausse. Im Grunde waren Preiskorrekturen in den letzten 12 Monaten nur minimal. Seit 27. Jänner hat Silber fast 14 Dollar an Wert zugelegt. Einige Marktanalysten meinen, dass der Preis nun einen Retest des All-time-Hochs von $48,70 erzwingen will. Ich halte derzeit nichts für unmöglich, möchte aber alle Leser dieses Blogs darauf aufmerksam machen, dass man solch eine Preisbewegung als 'Run-Away-Rally' bezeichnet. Solch eine Rally endet öfters (meistens) mit einem Kurssturz.

Chartbeispiele gibt es viele - der japanische Aktienmarkt in den 80iger Jahren oder Öl im Jahr 2008 um 2 von vielen Beispielen zu nennen. Auf der anderen Seite erklärt der Mainstream Analayst diese ganz allgemeine Commoditieshausse mit einer sich aufbauenden Inflationsgefahr. Man meint sogar, dass der ökonomische Kollaps unseres Systems droht. Ohne eine Wertung abzugeben, steht diese Möglichkeit in jedem Fall im Raum.

Silber und Öl, die treibenden Kräfte der Commoditiesrally werden am Montag auf die Finanzeinigung in den USA reagieren. Ich gehe davon aus, dass es zumindest eine temporäre Korrektur geben wird. Auf der anderen Seite sind die Schlusskurse von Freitag ein Hinweis dafür, dass der Trend noch nicht am Ende ist.

Verfolgen Sie meine SMS Alerts. Für Spannung nächste Woche ist gesorgt.

Viel Spass beim Handeln!
Euer Gerhard

Samstag, 2. April 2011

TRENDBEWEGUNGEN

Liebe Leser!

Aus arbeitstechnischen Gründen muss ich mich heute leider etwas kürzer fassen. Trotzdem gibt es einige wichtig Anmerkungen zu den Preisbewegungen der letzten Tage.

Das erste Quartal ist vorbei und die Trendbewegungen des letzten Jahres gehen unbeirrt weiter. Obwohl man während der letzten Monate immer wieder Preiskorrekturen gesehen hat, so sind die Commoditiessturmläufe, die anhaltende Dollarschwäche und die Aktienhausse bemerkenswert.

Silber bleibt der absolute Überflieger. Preiskorrekturen, die über die 72 Stunden Grenze hinausgehen, kennt man seit Monaten nicht.

Öl schloss die letzte Woche auf dem Höchstpreis.

Der Aussie-Dollar hat seit 14 Tagen keinen Minusschluss hingelegt. Der Euro ist wieder über 1,42 gegenüber dem Dollar.

Kaffee und Baumwolle stehen zwar nicht auf ihren Höchstpreisen, aber die Korrekturen sind schaumgebremst.

Ich gehe im Moment nicht davon aus, dass zum Beispiel die Nachfrage nach Öl auf ihrem Höchststand ist, um nur eines der oben genannten Produkte herauszufiltern. Ich sehe all diese Bewegungen als Ergebnis der extremen Dollarschwäche und vor allem Sentiment getrieben.

Wohin uns dieses Reise bringen wird, ist schwer vorhersehbar. Trotzdem ist mein Appetit möglicherweise der Letzte zu sein, der Silber vor einer massiven Korrektur kauft, nicht vorhanden.

Meine Strategie in der kommenden Woche ist daher einfach darzustellen:

a) When in doubt stay out!
b) Versuche entweder Öl, Silber oder den Aussiedollar zu shorten. Einstiegspreise zu finden wird die Kunst dieser Stategie sein. Vorsicht wird das Gebot dieser Strategie sein.

Viel Spass beim Handeln in der 1. Aprilwoche 2011

Euer Gerhard