Freitag, 27. Mai 2011

REKORDWOCHE - DER SCHWEIZER FRANKEN

Der Silbereinbruch, die aufkeimende Dollarstärke, die Griechenlandkrise haben uns wochenlang in ihren Bann gezogen. Im Hintergrund hat man sich aber ständig gefragt, was ist das sicherste Investmentinstrument in diesen Zeiten. Seit Freitag wissen wir es wohl - der Schweizer Franken.

Freitag Morgen, 27. Mai: Eine Kurzmeldung flimmert über die Handelsbildschirme. 'Dollar erholt sich etwas, nachdem der Schweizer Franken ein neues All-time-Hoch erklommen hat'. Bis Freitag Abend sollte dieses All-time-Hoch nochmals überschritten werden.

Was die Silberspekulation für Auswirkungen auf individuelle Handelsaktivitäten hat, ist eine Sache, aber was das neue All-time-Hoch des Swissies gegenüber Dollar und Euro für eine breite Auswirkung auf all die 'Häuselbauer' hat, die vor allem in Österreich und in unseren östlichen Nachbarstaaten auf den Zinsvorteil des Swissies gegenüber dem Euro gesetzt haben, ist unvorstellbar. Vor allem gibt es keine Zielpreisvorstellung, nachdem die Krisenbewältigung für Politiker, Banker und die Allgemeinheit immer schwieriger zu werden scheint. Der Swissie bleibt also im Fokus der 'Risk-Aversion-Investors'.

So hat am Freitag einer der größten US Forecaster kapituliert und geschrieben, dass es völlig unseriös wäre, einen Zielpreis für den Swissie gegenüber Dollar und Euro zu projezieren. Die fundamentalen Faktoren wie die Abwanderung von Sparkonten aus Hochrisikoländern, die mögliche Pleite von einzelnen EU Staaten, und ein Anleihenmarkt in Europa aber auch in den USA, welcher das Rating nicht verdient, das er noch immer hat, machen Vorschauen nahezu unmöglich.

Die kommende Woche scheint also interessant zu werden. Wie hoch kann der Swissie in der nahen Zukunft noch steigen? Persönlich meine ich, dass eine Konsolidierung der Riesengewinne dieser Woche notwendig sein wird, aber das hängt wohl von den Entwicklungen in den Krisenzentren ab.

Betrachten wir die Bewegung des Euros in der vergangenen Woche, so muss man erkennen, dass der Markt unberechenbar ist. Donnerstag oder Freitag in der Früh blickt man auf den Euro und erlebt zweimal hintereinander dieselbe Überraschung. Der asiatische Markt hat die europäische Leitwährung jeweils 100 Punkte nach oben gepusht. Normalerweise bewegt der asiatische Markt die Währungen kaum bis gar nicht. Es scheinen also die Chinesen, die Ihre Bereitschaft signalisiert haben, massiv Anleihen von gefährdeten EU Peripherieländern zu kaufen, dabei zu sein, in Euros zu investieren? Ich gebe zu, dass ist eine meiner Theorien, aber anders ist wohl nicht zu erklären, wie der Preis einer Währung, die von einer Krise in die nächste stürzt, steigen kann.

Nun möchte ich meine Theorie noch weiterführen: Ist es möglich, dass die Chinesen erkannt haben, dass das globale Finanzsystem nur dann zu retten ist, wenn sie ihre massiven Währungsvorräte dazu einsetzen, das weltweite 'Soll und Haben' etwas auszugleichen, um es buchhaltärisch auszudrücken?

Ich erkenne durchwegs Signale, die darauf hindeuten, dass die Welt nicht bereit ist, den Kollaps unseres Finanzsystems kampflos hinzunehmen. Im Endeffekt scheint es im Interesse aller zu sein, das System vorerst zu retten. Die Schritte in Richtung Rettung aber auch das Chaos in den Krisenzentren, beides wird uns täglich durch die Massenmedien vermittelt. Wir alle sind Zeugen dieses Prozesses, der in meinen Augen in jedmögliche Richtung kippen kann.

Dementsprechend verhalten sich die Märkte. Sie scheinen ein Equilibrium erreicht zu haben, mit der Tendenz weiterhin auf Dollarschwäche und Commoditiesstärke zu setzen.

Zumindest für die nächste Woche sind die Weichen für Preisbewegungen in diese Richtung gestellt.

Nur eines wäre noch zu erwähnen. Ein Analyst hat gestern geschrieben: 'So klar die Dollarschwäche weiterhin die Märkte bestimmt, so deutlich sehe ich, dass der Dollar keine großen Schritte nach unten nehmen wird' - vorerst, wie ich meine. QE3 und die Schuldenregelung sind Themen, die in den Juniwochen die Finanzmärkte bestimmen werden. Und die Frage, ob die Griechenlandkrise die Welt in einen Tumult stürzen wird, hängt jeden Tag über uns.

Wir von der TASK INVEST AG freuen uns auf das österreichischen Morgan Frühjahrstreffen Ende nächster Woche im Bregenzerwald. Als Exclusivsponsor haben wir einen Teil zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen und wünschen allen Morganfahrern, die in der kommenden Woche dabei sein werden - GUTE FAHRT!

Euer Gerhard Pilz

Montag, 23. Mai 2011

REVERSAL

Eine recht volatile Woche ist am Freitag mit Preisbewegungen zu Ende gegangen, die vielen Händlern massive Verluste gebracht haben. Eine der Eigenarten der vorigen Woche war das zumindest zeitweise Abkoppeln von schon länger etablierten Inter-Produkt-Crossverhältnissen.

So sank der Euro in den letzten Stunden des Wochenhandels stark gegenüber dem Dollar. Gleichzeitig haben sich aber Gold, Silber und Öl vom Absturz der ersten Handelsstunden am Freitag befreien können und legten eine Wochenendrally hin, die viele Trader kalt erwischt hat. Noch kälter war für diese Händler das Erwachen am Montag Morgen als die Edelmetalle und Öl wieder auf Talfahrt gingen.

Diese Volatilität, über die ich schon letzte Woche geschrieben habe, sind typische Zeichen für einen möglichen Trendwechsel. Man sieht zum Beispiel die 'hardcore'-Edelmetallbelievers, die jede Korrektur als Einstiegspreis für die Etablierung neuer 'Long-Positionen' sehen. Diese fundamentalen Einstiege von Käufern in Edelmetalle sind oft so gewaltig, dass die Seller immer wieder durch ihre eigenen Stop-Loss Aktivitäten aus dem Markt geworfen werden. Diese kumulierten Käufe führen zu den extremen Preisbewegungen, die von vielen Käufern als Bestätigung ihrer Investmentlinie gesehen werden.

Als langjähriger Händler bleibt mir dabei aber die Preisaktivität nicht verborgen. Nehmen wir zum Beispiel Silber: Der erste Retracementpreis von über $39.00 konnte in den letzten 10 Tagen nie mehr erreicht werden. Auf immer niedrigeren Niveau beginnen die Hedgefonds Ihre Verkaufsaktivitäten. Der Eindruck liegt nahe, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis $32 Dollar bei Silber fallen wird. Bei Öl liegt die Barriere, die es gilt nach unten zu brechen, bei $95.00.

Gleichzeitig beginnt sich die technische Situation der Aktienmärkte zu verschlechtern. Der Schluss liegt nahe, dass die latente Krise, die seit 2008 die Welt in ihrem Bann hält, wieder akut werden könnte.

Eine akute Krise endet vielleicht nicht so wie es die Investmentgurus in den letzten 12 Monaten so gerne vorausgesagt haben: Edelmetalle schiessen in ungeahnte Höhen, der Dollar kollabiert. Die Realität könnte viel problematischer werden:

Liquidität wird dem gesamten Finanzsystem entzogen. Die Nachfrage nach Investments crashed auf der ganzen Linie. Commoditypreise fahren in den Keller, da die Preise nur mehr von der tatsächlichen Nachfrage bestimmt wird. Diese geht auch zum Beispiel bei Edelmetallen extrem zurück, da kein Cash verfügbar sein wird. Den globalen Firmen stehen viel weniger bis keine Kreditlinien mehr zur Verfügung. Neue politische und andere Streikbewegungen vor allem in den schwer angeschlagenen peripheren Euroländern verlangen ein Ende der Schuldenrückzahlungen und vollen Einsatz der Regierungen für das Volk. Zinszahlungen einzelner Länder enden unvermutet. Das duale System eines fast unabhängigen liberalen Finanzsystems und einer Realwirtschaft, die sich gerade noch am Leben halten kann, bricht langsam zusammen.

Ein Horrorszenarium, da es wie immer gerade die schwächsten Länder und die Schwächsten in der Bevölkerung am härtesten treffen wird. Zur Zeit sind noch einige clevere Zentralbankdirektoren, Finanzminister und andere Polit- und Wirtschaftsleader dabei, auf dem Verhandlungsweg unser System auf Kurs zu halten. Aber wie lange kann quantitative Easing, Euroschutzschirm und Milliardenhilfen für wankende Giganten wie zum Beispiel Ägypten (um nur einige Massnahmen zu nennen), die Bevölkerung, die Tag für Tag ums Überleben kämpfen muss, im Systen (oder besser 'in Zaum') halten?

Ein erschreckendes volkswirtschaftliches Szenarium, welches ich hier entwickelt habe. Aber als Händler sollte man versuchen, mittelfristige Bewegungen von Finanzprodukten zu verstehen. So sehe ich die Bewegung der letzten Woche als vorläufige Bestätigung einer Trendumkehr. Neues Gedankengut beginnt den Preis des Dollar, des Euros und der Edelmetalle zu beeinflussen. Im Zuge der Finanzierungsprobleme in Europa erscheint die Dollarkrise nicht mehr so schwerwiegend, also könnte der Dollar sich von seiner Schwäche etwas erholen. Dagegen bleiben der Swissie und der Yen Kleinods der Investmentgesellschaft und strahlen relative Preissicherheit aus. Silber und Öl, als momentane Leitcommodities, werden in den nächsten Wochen den wichtigsten Hinweis darauf geben, ob die Commoditieshausse zu Ende ist, oder nur einen temporären Rückschlag erleidet.

Das Sentiment im Markt, welches sich zu einem nicht unbeträchtlichen Teil aus den politischen Entwicklungen auf der Welt ergeben wird, wird letztendlich darüber entscheiden, welchen Weg die Finanzprodukte nehmen werden.

Vorläufig befinden sich die Preise noch innerhalb des Konsolidierungsrahmens der letzten 2 Wochen. Erst ein Bruch dieses Rahmens wird Aufschluss darüber geben, ob die Tendenzen, die ich hier vermute, Wirklichkeit werden.

Eine spannende Handelswoche hat begonnen!
Viel Glück
Euer Gerhard

Samstag, 14. Mai 2011

VOLATILITÄT

Freitag 13. Mai 14:00 Uhr Silber $35,90 14:00 Uhr $35,05 14:40 Uhr $35,95. Jede dieser Bewegungen ist an der COMEX Börse mehr als $4,000.00 pro Vertrag wert. Vor Wochen noch hätte man bei einer solchen Bewegung während eines ganzen Tages den Kopf vor Verwunderung geschüttelt.

Nach dem Absturz der letzten 2 Wochen hat nun der Kampf um die zukünftige Investmentrichtung bei Silber begonnen - der Kampf um die 'Future(s)' sozusagen.

Da gibt es zum Beispiel den 'hardline believer'. Das ist der Investor, der schon 2008 davon überzeugt war, dass die Finanzkrise nur der Beginn eines wirtschaftlich und finanziellen Kollapses ist. Für ihn haben Aktien, Anleihen und Cash keinen Wert. Wert heisst Edelmetall. Dieser Investmenttyp beginnt nach jedem Preisverfall neu zu kaufen.

Dann gibt es den typischen 'Hedgefond' Investmenttyp. Man hat kein Interesse, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, ob die Welt zugrunde geht oder nicht. Gut ist, was Gewinn bringt, und seit Ostern geht Silber nach unten. Grund genug, jede Rally zu 'shorten'.

Dazwischen gibt es die Überzeugten, die entweder vom UP oder DOWN eines Produktes so überzeugt sind, dass sie jede Gelegenheit ergreifen, ihre Überzeugung zu testen und entweder einen Gewinn oder Verlust mitnehmen.

Montag letzter Woche begann also der Preisanstieg (ich nenne es die erste Countertrendrally) - Silber brachte es bis auf $39,45. Man konnte schon fast meinen, der Markt hätte in einer Woche nur kurz Dampf abgelassen und wir wären wieder auf dem Weg nach oben.

So einfach wird es einem wohl nicht gemacht, denn da gibt es neben der offensichtlichen Trendwende, die auch die längerfristigen Charts erfasst hat, die Fundamentalisten, die sagen, ein Produkt, welches beim ersten Gegenwind 25% seines Wertes verliert, ist kein geeignetes sondern ein sehr spekulatives Investmentprodukt. CNBC war überschwemmt von Meldungen über die Enttäuschung, die man, ob des unglaublichen Preissturzes seinem neuen Investmentstar gegenüber empfand.

Genug der Psychologie. In meinem letzten Blog habe ich darauf hingewiesen, dass der Schlusspreis der Woche mehr Aufschluss über die zukünftige Investmentrichtung geben könnte.

Das haben sich wohl viele gedacht. Silber erkämpfte sich ein neues Low am Donnerstag Morgen und man schien klar auf dem Weg nach unten, ehe die unermüdlichen Vertreter einer Silberhausse eine Gegenkampagne starteten. Gestützt wurde diese 2. Countertrendrally in Silber dann noch von einem klaren Doublebottom in Öl.

Der Freitag artete dann in einer Art 'Schlammschlacht' zwischen den jeweiligen Lagern aus. Nur so war auch die 1 Dollar Auf- und Abbewegung in Silber rund um die Eröffnung des US Marktes zu erklären.

Im Fachjargon heisst diese Bewegung 'Konsolidierung'. Davon könnten wir nächste Woche noch mehr bekommen. Zumindest sind die Konsolidierungsparameter klar: $40 nach oben und $32 nach unten.

Vom rein technischen Standpunkt sollte man jede Aufwärtsbewegung als Gelegenheit sehen, zu verkaufen. Diese Ansicht muss man noch aggressiver vertreten, nachdem der Dollar am Freitag die Woche sehr stark geschlossen hat und das wöchentliche Chart des Euros z.B. als durchaus 'gedreht' betrachtet werden könnte.

Damit bin ich für nächste Woche viel klarer positioniert als in vielen Wochen davor. Der Euro wird wahrscheinlich zumindest einen 1,39iger Level testen. Öl und Silver sollten jeweils unter dem Hoch der vorigen Woche bleiben, und den Aktienmärkten dürfte langsam die Luft ausgehen.

Die Finanzkrisen, wie ich sie nun nenne, sind meiner Meinung nicht geeignet, das eine oder andere Investmentprodukt klar zu bevorzugen, da die Finanzwelt - die Masse des verfügbaren Investmentkapitals - Gewinne produzieren muss, und das durchaus auch kurzfristig. Daher ist es für den Investor nicht tragbar, Überzeugung zu seiner Investmentprämisse zu machen, sondern er muss auf Flexibilität und Intuition setzen, um unser immer fragileres System erhalten zu können.

Gerne höre ich Eure Kommentare zu meinem Blog: gerhard@taskinvest.com

Ich wünsche Euch und natürlich auch mir eine erfolgreiche Investmentwoche!
Euer Gerhard

Montag, 9. Mai 2011

NACH DEM ABSTURZ

Liebe Leser!

Zurück von einem entspannten Urlaub in Südfrankreich!

Drei Wochen meines Blogs hatte ich dem unvermeidlichen Absturz des Silbers gewidmet. Der eigentliche Absturz war für mich der typisch Antiklimax. Die Spannung des bevorstehenden Absturzes war meiner eigenen Bestürzung gewichen. Da gab es diesen wunderbaren Anstieg bis zum früheren All-time-Hoch, dann den Fall und sofort wieder den Anstieg auf das All-time-Hoch. Diese Bewegungen zu lesen war nahezu unmöglich, da jede einzelne dieser Bewegungen, massive Verluste und Gewinne mit sich brachte.

Diejenigen unter den Investoren, die jedoch physisches Silber gehalten haben und es rechtzeitig abstossen konnten, die waren die Gewinner - die grossen Gewinner der unwahrscheinlichen Silberrally der letzten Monate.

Was ich jedem Kunden von mir, der mich darauf angesprochen hat, immer wieder gesagt habe, möchte ich hier nochmals wiederholen: Gewinnmitnahmen sind Teil des Investitionsgeschäftes. Wenn ein Produkt wie Silber jeden Rahmen in seinem Anstieg sprengt, dann wird auch der Fall dramatisch sein. Jede Investmentsituation ist immer wieder neu zu beurteilen. So wachten wir heute bei einem Preis von einer Unze Silber bei $36 auf. Das ist ein Preis, der um ein Viertel niedriger ist als der Preis derselben Feinunze Silber vor 2 Wochen. Aber heute weiss auf Grund der Chartsituationen kein Investor mehr, ob dieser Silberpreis nun billig oder noch immer teuer ist. In Wirklichkeit ist Silber nämlich nur eine Woche lang gefallen. Richtungsänderungen bei Preisbewegungen ergeben sich bei vielen Produkten aber erst nach Wochen, manchmal erst nach Monaten.

So könnte man die Bewegung von Silber der letzten Woche als Beginn einer Trendwende interpretieren. Aber, es gibt auch Investoren, die diesen Preisabschlag als natürliche Korrektur des schnellen Anstiegs sehen wollen und nun ihre Long-Positionen aufstocken.

Ich meine, beide Methoden, den Silbermarkt zu beurteilen sind heute legitim. Denn wie der Anstieg viel zu schnell war, so war auch der Absturz übertrieben.

Für erstere Interpretation wäre es jedoch von großer Bedeutung, wenn Silber diese Handelswoche im unteren Preisviertel der Woche und im besten Fall auf einem Preis unter $35.00 schliessen würde.

Aber das ist im Moment nicht vorhersehbar. Heute, Montag Morgen beobachte ich fasziniert, wie Silber fast ungebremst $1,50 nach oben schiesst. Ein satter Zugewinn in wenigen Stunden. Diese Art der Preisbewegung schliesst nahtlos an die Extrembewegungen nach oben und unten vom Freitag an.

Gleichzeitig sehe ich, dass zum Beispiel Kaffee aber auch Gold noch immer auf einem schwindelnden Preisniveau handeln. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass wir den Fall von Öl und Silber eher als Korrektur interpretieren sollten...?????

Auch der Euro ist unter der Last der allgemeinen Dollarkorrektur der letzten Woche eingebrochen. Nicht wie die anderen Währungen, die sich am Freitag wieder leicht erholt hatten - allen voran der Aussie Dollar -, gelang es der europäischen Leitwährung am Freitag nicht, wieder zu steigen. Zu stark setzten die fundamentalen News, dass Griechenland bankrott sei und möglichweise sogar eine neue Währung einführen wird, dem Euro zu.

Machen wir doch einen Realitätscheck: 23% muss Griechenland heute auf seine Anleihen bezahlen. Ich brauche doch kein Mathematiker sein, um zu errechnen, dass es diesem Land unmöglich sein wird, unter diesen Umständen sein Budget zu sanieren! Was für Argentinien möglich war, das sollte doch auch für Griechenland möglich sein. Staatssanierung, Finanzkommissare und eine komplette finanzielle Neuordnung! Anders wird es wohl nicht gehen. Der Schaden für den Euro ist bei einem kleinen Land wie Griechenland sicherlich überschaubar. So sieht es wohl auch der Markt heute Morgen, denn der Euro hat sich wieder merklich erfangen - vorerst zumindest.

Damit beginnt wieder eine neue Handelswoche!
Viel Glück
Euer Gerhard