Sonntag, 14. November 2010

One of the Key Trading Commandments

'Never step in front of a freight train'. This is also known as the 'don't catch a falling knife' rule. There are topping signs in the market; know them and wait for them.

Es war Dienstag Morgen - meine Operation gerade einmal Stunden vorbei - als mein Blick auf den Silberpreis fiel. $28.54! Ein Anruf nach Chicago genügte: 'Gerhard, Du weisst, man stellt sich nie vor einen beladenen Frachtzug! Du handelst lange genug, um das zu wissen' - das war die Antwort auf meine Frage, ob ich es wagen könnte, kräftig 'short' zu gehen.

Ja, ich habe wirklich genügend Erfahrung mit solchen Situationen. Commodities enden Ihre Megarallies oft mit einem sogenannten 'blow-off' Move. So gesehen u.a. bei Öl vor einigen Jahren. An diesem Dienstag Morgen waren wir wohl mitten drinnen in einem Silber - und Baumwolle Blow Off. Vor 2 Wochen habe ich noch einem Klienten, der bei Silber $24,50 mit mir wetten wollte, dass wir vor dem Jahresende $30.00 erreichen würden, die Stirn geboten. Dann ging es wirklich schnell. Die täglichen Handelsspannen von 30 bis 50 Cents erweiterten sich auf 1 bis 2 Dollars - wow. Am späteren Nachmittag dieses Dienstags war es dann soweit - $29,40 wurde erreicht.

Wie Ihr alle aus meinen Blogs wisst, habe ich schon in den letzten Wochen keinen Cent auf eine 'long Position' gesetzt. 'Was schnell hinauf geht, kommt viel schneller herunter'. So war es dann an diesem Dienstag Abend auch. In knappen 2 Stunden wurde die Megarally dieses Tages nicht nur auf Null reduziert, sondern man erreichte ein saftiges Minus. Zwei Tage Konsolidierung folgten bevor der Wochenschlusskurs am Freitag das klare Reversal am täglichen Chart signalisierte.

So einfach ist es doch nicht. Denn - und schon wieder gibt es ein Gegenargument: Die wöchentlichen und monatlichen Charts bestätigen dieses Reversal noch nicht. Fundamentalisten unter den Händlern sind überhaupt überzeugt, dass diese Preisentwicklung nur gesund ist, aber für den Aufwärtstrend keinen Abbruch bedeutet.

Ich bin ein Händler, der sich von den unmittelbaren Zeichen leiten lässt. Diese zeigen an, dass es niedrigere Preise geben wird. Den richtigen Einstiegspreis zu finden, wird zur Kunst werden. Stündlich gibt es 20 bis 40 Cents Ausschläge. Und 20 'Silber Cents' sind $1,000 pro Vertrag.

Baumwolle ist Silber gefolgt - mit einer zeitlichen Verspätung von einem Tag! Auch das Öl hat die Höhenluft nicht vertragen und hat am Freitag gleich 3 Dollars verloren. Natürlich gibt es die fundamentalen Gründe für diese Entwicklungen - China. Lieber verlasse ich mich auf meine völlig überkauften Chartpunkte - und die waren unübersehbar. Ich schreibe hier 'unübersehbar', denn es muss auch die Händler geben oder gegeben haben, die an diesem Dienstag der vergangenen Woche Silber bei $29,40 gekauft haben.

Die Währungen haben die wohlverdiente Korrektur begonnen. Allen voran der Euro: die Krisen in Irland, Griechenland und möglicherweise Portugal werden meiner Meinung nach der europäischen Leitwährung auch in der nächsten Woche zusetzen. Yen/Dollar ist dem Euro/Dollar nach unten gefolgt; jedoch nicht mit derselben Vehemenz. Der Britische Pfund war der relative Gewinner der Hauptwährungen. Die Dollarkorrektur hat also begonnen - vorige Woche -; in der kommenden Woche werden wir beobachten, ob diese Dollarstärke nun eine Trendwende einleitet oder nur eine korrektive Bewegung ist.

Am Beginn der Woche werde ich die Preisbewegungen an stündlichen, täglichen und wöchentlichen Charts studieren, um den richtigen Einstiegspreis in diese sehr volatilen Märkte zu finden.

Am Ende dieses Blogs muss Euch klar sein - Whoever dares to step in front of the freight train has the chance to make big profits (or losses)! In diesem Sinne warten wir gespannt auf das Monatshandelsergebnis November 2010.

Ich wünsche Euch noch eine spannende und profitable Handelswoche!
Euer Gerhard

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