Das Ergebnis der heissen Tage gepaart mit dem Stress einer anstrengenden Arbeitswoche - eine kleine Sommergrippe - hätte man vielleicht voraussehen können; nun - wo sie da ist - muss man sich wie in vielen anderen Situationen im Leben darauf einstellen und kurzfristig reagieren.
Mit dieser Einleitung ist mir wohl der Übergang zum heutigen Thema gelungen: Der Aktienmarkt hat meiner negativen Grundeinstellung getrotzt und hat aus der 4th-of-July-Rally ein wahres Feuerwerk gemacht. Gut ist es in solchen Situationen, dass man auf 20-plus-Jahre Handelserfahrung zurückblickt und weiss, dass man nach dem 4. Juli nicht short sein sollte. Ich war also nicht short aber auch nicht long - when in doubt stay out.
Aber die anderen Vorschauen der letzten Woche waren vorbildlich: Bonds sind auf 126 zurückgekehrt. Euro hat das Tief 124,80 aber auch das Hoch zwischen 127 und 127,90 erreicht. Das Gold hat den Versuch nach unten gemacht aber am Ende der Woche hat Gold wieder die Zugluft des Aktienmarktes dazu verwendet sich zu verbessern. Das Gleiche gilt für Öl.
Seit 24 Stunden überlege ich und studiere die Charts, um herauszufinden, wie sich die nächste Woche entwickeln könnte. Aber die große gewinnbringende Idee ist mir bis jetzt nicht gekommen.
Eines ist klar - Der Währungstrend ist 'Dollar bearish'. Aber, und das könnte das Los der nächsten Woche sein, der Trend könnte sich nicht so offensichtlich manifestieren, wie dies bisher geschehen ist, da sich die Währungen vielleicht nur gegeneinander neu orientieren, bzw. Adjustments machen.
Da bietet sich einmal ganz offensichtlich der Schweizer Franken an. Während der Trend ein ganz starkes Bild des Schweizer Franken gegenüber dem Dollar und dem Euro zeichnet, ist es zunehmend klar, dass die Rally gegenüber dem Dollar in einem vorläufigen Zielbereich ist, dieser Zielpreisbereich aber durchaus Raum für neue Hochs lässt. Ich würde trotzdem in diesem Preisbereich, in dem wir uns zur Zeit befinden nur Countertrade Taktiken verwenden. Kurzum, ich erwarte z.B. gegenüber dem Euro einen Hit im Bereich 1,35 - 1,36 nach oben hin. Ob wir vorher nochmals das Schweizer Franken Wert-High bei 1,30 testen, kann ich nicht sagen. In jedem Fall ist Konsolidierung angesagt. Das Gleiche gilt für den USD/CHF. Obwohl 100 bis 150 Punkte nach oben hin noch drinnen sein könnten, sollten wir bald auch 0,93xx iger Preise sehen.
Der Euro hat unser vorläufiges Zielpreisgebiet auch erreicht - klar bleibt aber, dass eine potentielle Head-Shoulder Formation höhere Preise fordern wird. Die Finanzierungskrise ist aber nicht vom Tisch, jedoch bieten sich die Sommerferien als gute Konsolidierungsphase an, da gerade Länder wie Griechenland, Spanien und Portugal bedingt durch den Tourismus in keine wesentlichen Finanzlöcher fallen sollten. Im Falle des Falles könnte also auch ein Preis wie z.B. 1,3090 erreicht werden.
Der US Aktienindex wird im Laufe der Woche ein Korrektur des stündlichen Charts durchlaufen müssen, aber schön langsam reift bei mir der Gedanke, dass eine Seitwärtskorrektur wahrscheinlicher wird als der Double Dip. Dem entsprechend sehe ich Öl im Bereich von 77 Dollar nur als kurzfristige Verkaufsoption.
Ganz allgemein gesprochen sind all diese Vorherschauen keine Gelegenheiten, Euch Investmenteinstiege mit hohem Potential vorzustellen.
Damit ist wohl klar gesagt, was zu tun ist - die Sonne, das Meer oder das Schwimmbad sollte man geniessen und die Kurse sollte man beobachten. Meine Aufmerksamkeit wird dem Öl und dem Schweizer Franken gelten. Die Bewegung von Gold im Bereich von 1225 bis 1234 muss man im Auge behalten. Von dort könnte es Einbrüche geben. Aber diese Woche könnte auch nur reines Range-Trading bringen. Wie hoch die US Aktien am Montag oder möglicherweise noch am Dienstag gehen - das sollte uns aber alle interessieren!
Viel Spass in der kommenden Handelswoche wünscht Euch
Gerhard
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