Die Woche in Rhodos ist so schnell vorbeigegangen, dass das warme Meer nur mehr ein Gedanke im Hinterkopf ist. Trotzdem - es war erholsam - und vor allem, man hat wieder eine Distanz gewonnen zu den täglichen Ups und Downs der Märkte.
Freitag war es aber wieder soweit - die US NFP (Non Farm Payroll) Daten haben die problematische Situation der US Wirtschaft unterstrichen; und das, obwohl viele Trader so sehr gehofft hatten, dass bessere Daten als erwartet den US Dollar Trend etwas korrigieren würden.
Aber das Gegenteil war der Fall und die endlose Zahl von immer neuen Dollar Tiefs hat sich fortgesetzt. Montag's Runaway Gap hat sich also bestätigt und damit wurde nochmals unterstrichen, dass der Trend ziemlich stabil ist. Nichtsdestotrotz, da es bisher keinen Retest des Lows gegeben hat, fehlt uns irgendwie die Chartstabilität dieses Trends. Also muss man rein theoretisch davon ausgehen, dass die derzeitige Bewegung sich wahrscheinlich irgendwann totlaufen wird. Als extreme Möglichkeit dafür habe ich mal die Gegend von 1,40 bis 1,42 gespeichert. In der Realität blicken wir vorerst auf die Gegend rund um 1,35 was den Euro betrifft.
Für die ersten Tage der kommenden Woche gilt wohl, dass der Euro vielleicht doch einige Tage der Korrektur oder der Konsolidierung einlegen wird. Ein neues Hoch, egal wie marginal es sein wird, wäre der ideale Zeitpunkt auf diese Korrektur zu setzen. Wichtig für die weitere Entwicklung des Euros wird die Veröffentlichung der GDP (Gross Domestic Product) Daten des 2. Quartals sein. Sollten diese nämlich die Expansion der Eurowirtschaftszone, insbesonders Deutschlands, bestätigen, dann wird wohl der Zeitpunkt eines Tests von 1,35 nicht ferne sein.
Auch erwähnenswert ist der 8-tägige Bullrun von Gold. Das letzte Mal gesehen im November vorigen Jahres. Man könnte davon ausgehen, dass Gold bereits neue Hochs anpeilt, aber es gibt doch einen kleinen Hacken an diesem Runup: Im November konnte Gold im gleichen Zeitraum 8% zulegen, diesmal nur 3,8%. Damit ist diese Bewegung vorläufig auch nur eine Countertrendbewegung zum Golddebakel des Monats Juli. 1220 ist vorläufig für mich ein Zielpreis, bei dem es sich lohnen würde Shortpositionen zu versuchen. Nichtsdestotrotz, man muss auf Grund der komplizierten weltweiten wirtschaftlichen Situationen immer wieder die Möglichkeit ins Auge fassen, dass Gold als Risikodiversifikationsinstrument nochmals gebraucht werden wird.
Eine schwierige Woche steht uns also bevor - der Dollarindex ist in einem kritischen Gebiet eingetroffen - Korrekturen sind möglich - der Trend bleibt vorerst jedoch intakt.
Und was werden die US Aktienbörsen machen, insbesonders nachdem die Investoren am Freitag Abend die negativen Wirtschaftsdaten wieder einmal einfach abgeschüttelt haben und im Zuge der vorhersehbaren Zinsentwicklung auf höhere Renditen bei Aktien gesetzt haben?
Es bleiben also viele Fragen offen, heute am 8. August 2010. Wir werden diesmal am Beginn der Woche auf Korrekturen des Euros setzen und dann die GDP Daten abwarten.
Liebe Grüße und bis nächste Woche
Euer Gerhard
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