Liebe Leser!
Die letzten Wochen waren keine einfache Handelswochen für die Trader der TASK INVEST AG. Nach 11 Monaten, in denen wir solide Gewinne erwirtschaftet haben, wurde unser Erfolgsrezept in den Februarwochen nicht nur getestet, sondern es hat Tage gegeben, an denen ich alle unsere Entscheidungskriterien in Frage gestellt habe.
Das ist wohl das Wesen unseres Geschäftes. Sollte ein Trader nämlich die Formel gefunden haben, die ihm permanente Gewinne garantiert, so hätte er wohl 'den Stein der Weisen' gefunden.
Unsere Handelsstrategie basiert auf zwei wichtigen Eckpfeilern: komplexe technische Analysen der zu handelnden Produkte und Beurteilung der fundamentalen Gegebenheiten der Märkte. Offensichtlich ist unserem Handelsstil voriges Jahr sowohl das volkswirtschaftliche als auch das technische Umfeld entgegengekommen.
Die Krisen in Nordafrika und im Mittleren Osten haben unsere Strategie nicht nur auf die Probe gestellt, sondern führten dazu, dass wir in Meetings nicht nur unsere Handelsvorgangsweise in Frage gestellt haben, sondern auch unser unmittelbares Tradingumfeld auf negative Einflüsse untersucht haben. Ein Sieger, wo auch immer er gewinnt, braucht nämlich nicht nur Wissen, Erfahrung und Einsatz, sondern er braucht auch die notwendige persönliche Überzeugung, ein Gewinner zu sein. Ein gutes Beispiel dafür ist Bayern München, ein Fussballverein, der derzeit offensichtlich nicht mit der notwendigen Selbstsicherheit auftreten kann, obwohl sich das Umfeld - intern wie extern - nicht wesentlich verändert hat.
Für uns war es gerade in der letzten Woche nicht nur wichtig, Profite zu erwirtschaften, sondern die Märkte richtig einzuschätzen. Und heute bin ich sehr glücklich nicht nur die weitere Dollarschwäche sondern auch die Commoditieshausse richtig beurteilt zu haben.
Am Freitag letzter Woche war das Handelsumfeld so problematisch, dass selbst die Kommentatoren von CNBC nicht recht wussten, wie sie den plötzlichen Absturz des Aktienmarktes, der am Vortag noch mit dem höchsten eintägigem Jahresplus aufgewartet hat, erklären sollten. Noch dazu hatte man gerade die seit 2 Jahren positivsten US Arbeitsmarktdaten veröffentlicht! Aber die Händler waren 10 Minuten nach der Veröffentlichung dieser Daten mit ihren Gedanken nicht mehr beim Arbeitsmarkt. Alles konzentrierte sich auf Libyen und auf Entwicklungen in Saudi Arabien und anderen Staaten am Golf.
Niemand wollte Montag Morgen auf dem falschen Fuss erwischt werden. So wurden alle Register gezogen und massive Geldflüsse machten sich auf den Weg in die sogenannten Risikoabsicherungsprodukte - Silber, Gold, Swissie, Yen und in Öl, dessen Förderungs- und Zulieferungskanäle unter den Krisenbedingungen immer mehr in Frage gestellt werden.
Öl kann bei einer Entspannung der Lage natürlich blitzartig abstürzen, aber die Charts deuten auch die Möglichkeit einer immer schnelleren Aufwärtsbewegung an. Silber setzte seinen Rekordrun fort und schloss am Wochenhoch, was für die längerfristigen Charts einfach nur als bullisch zu deuten ist.
Ich versuche der Entwicklung etwas neutraler gegenüber zu stehen und sehe die Preisentwicklung am Freitag als Vorsorgebewegung ('just in case everything goes bust'). Man wollte über das Wochenende nicht am falschen Fuss erwischt werden!
Nichtsdestotrotz, Öl hat solide über $100 geschlossen und $110 bis $115 sind Preise die in der kommenden Woche nicht auszuschliessen sind, sollte sich der Bürgerkrieg in Libyen noch ausweiten. Silber wird wohl zumindest $36 Dollar testen.
Es ist zu beachten, dass der US Aktienmarkt Hinweise auf eine Korrektur gibt. Die wirtschaftliche Krise in den US entspannt sich zusehends. Die Händler honorieren das, sobald die Nahostkrise in den Hintergrund tritt.
Die kommende Woche kann Extrembewegungen bringen. Im Bewusstsein, dass es derzeit keinen Weltkrieg gibt, kann eine Entspannung der Lage kurzfristig rasante Commoditiespreiseinbrüche mit sich bringen.
Meine SMS Alerts gehen zeitnah auf die Preisentwicklung ein. Bei Interesse ist eine Anmeldung für unsere SMS Alert jederzeit möglich. Für Kunden der TASK INVEST AG ist das Service frei. Andere Leser zahlen dafür €75.00 im Monat.
Viel Spass beim Handeln!
Euer Gerhard Pilz
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