Bei uns beginnt die neue Handelswoche Morgen am 1. November mit einem Feiertag - Allerheiligen. Und damit wird wohl eine der wichtigsten Handelswochen des verbleibenden Jahres 2010 eingeläutet.
Am 2. November finden in den USA die Midterm-Wahlen statt, bei denen alle 435 Sitze des Repräsentantenhauses und 37 von 100 Sitzen im Senat zur Wahl stehen. Zusätzlich geht es noch um 38 Gouverneursposten. Eine wichtige Wahl also; glaubt man den Umfragen, dann schaut es schlecht für die Partei des Präsidenten, den Demokraten, aus. Beide Häuser könnten theoretisch in die Hände der Republikaner fallen und damit eine 'pro-business' Reaktion der Märkte auslösen.
Aber damit nicht genug: Am 3. November trifft sich dann das Federal
Open Market Committee (FOMC) und diskutiert über die ökonomische und finanzielle Gesundheit der amerikanischen Wirtschaft, um dann um 18:15 GMT seine Entscheidungen bekannt zu geben.
Noch nie in diesem Jahr ist soviel darüber spekuliert worden, wann und in welcher Form die FED die Wirtschaft - nach einem bisher ziemlich mageren Aufschwung - stimulieren wird. Der Hinweis, dass es möglicherweise QE2, über das wir glaube ich nun hinlänglich informiert sind, geben wird, hat den Dollar in den letzten 2 Monaten signifikant fallen lassen. In der Zwischenzeit sind viele Trader davon überzeugt, dass es kaum einen QE Level geben wird, der den Dollar vorläufig noch viel weiter fallen wird lassen. Ganz im Gegenteil, es gab und gibt immer öfter Gerüchte, dass die FED unter Umständen vorläufig keine Stimulation durch den Kauf von Treasury Bonds durchführen wird. Einige Vorschauen haben sich nun darauf festgelegt, dass 250 Milliarden Dollar für den spekulativen Währungsmarkt die Grenze zwischen weiterer Dollarschwäche und möglicher Dollarstärke sein könnte.
Ich schliesse mich heute der Ansicht einer Gruppe von Analysten an, die feststellen, dass sich die nächste Woche durch extreme Volatilität auszeichen wird, dass aus dieser Volatilität jedoch nicht unbedingt ein Trend nachzuvollziehen wird sein. Kurzum, um die Zukunft des Dollars klarer sehen zu können, wird es notwendig sein, 3 bis 4 Wochen in die Zukunft zu blicken. Und da gibt es wieder eine eindeutige Mehrheit von Analysten, die die Dollarschwäche des verbleibenden Jahres zeitlich maximal auf die nächsten 1 bis 4 Wochen begrenzt sehen.
Was heisst dies nun für den Händler nächste Woche. Dazu müssen wir klar festhalten, dass der Dollar letzte Woche sehr schwach geschlossen hat - der Schlusskurs des Yens war ALL-TIME Rekord. Und die Edelmetalle haben auf absolut rekordverdächtigem Niveau den Oktober ausklingen lassen.
Wir müssen daher davon ausgehen, dass die Währungen zumindest die Woche bullisch beginnen werden, das Gleiche erwarte ich von den Edelmetallen und den Soft-Commodities.
Was dann in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch und nach dem FOMC Meeting in allen Finanzmärkten passieren wird, kann von Niemandem vorausgesagt werden, obwohl viele Händler sicherlich nach einem signifikanten Hoch eine längerfristige Korrektur der Märkte erwarten.
Den Blog des 31. Oktobers möchte ich aber mit einer Warnung beenden: Die Finanzmärkte sind unberechenbar und signifikant höhere als erwartete QE2 Levels können auch jederzeit zu Dollarschwächen führen, die alle bisher erreichten und vorhergesagten Preislevels durchschlagen können.
Die erste Novemberwoche wird also in jedem Fall interessant!
Alles Gute und viel Erfolg beim Handeln!
Euer Gerhard
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